Reaktionen auf Kataloniens Stierkampfverbot
Aus Italien und der Schweiz gibt es Reaktionen auf Kataloniens Beschluss zum Stierkampfverbot. Während die entstehende Diskussion in Italien zu begrüßen ist, wird im Schweizer Kanton Wallis absolut geschmacklos verfahren.
Michela Brambilla, italienische Tourismusministerin, hat sich dafür ausgesprochen, in Italien auf zumindest einige der Tierrennen zu verzichten. Bekannteste Veranstaltung dieser Art ist das Palio di Siena (Pferderennen), es gibt aber auch Rennen mit Eseln oder Gänsen. In Italien sorgen die Aussagen Brambillas für hitzige Diskussionen. Maurizio Cenni, Bürgermeister der Stadt Siena und 14facher Sieger des Palios, droht gar mit einer Klage gegen die Ministerin. Das Palio di Siena zieht jährlich zehntausende Touristen an.
Im schweizer Kanton Wallis hingegen will man vom Stierkampfverbot in Katalonien profitieren und spanische Touristen anlocken. Um dies zu erreichen, fällt ihnen nichts dümmeres ein, als Kuhkämpfe einzuführen. Tourismus-Direktor Urs Zenhäuser ist zumindest sehr euphorisch und kündigt an, im nächsten Jahr gezielt in Katalonien dafür zu werben. Es wäre vielleicht garkeine schlechte Idee, wenn möglichst viele Herrn Zenhäuser mal anschreiben und ihm ihre Meinungen kundtun würden.
Quellen:
Empörung in Siena: Tourismusministerin will Palio abschaffen
Kuh- statt Stierkampf
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